Die Summe der nicht gezahlten Beiträge bei den Pflichtversicherten steigt an

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Die Krankenkassen freuen sich über einen Milliardenüberschuss, doch gleichzeitig müssen sie bekanntgeben, dass ihnen mehr als 1,2 Milliarden in der Kasse fehlen, weil Pflichtversicherte ihre Beiträge nicht bezahlen und die Zahl der Nichtzahler steigt stetig weiter an. Für die Betroffenen bedeutet das eine starke Einschränkung der Krankenkassenleistungen, doch wer zahlt seine Beiträge nicht, wenn er dadurch nur noch eine medizinische Notversorgung hat?

Rauswurf aus der Krankenkasse ist nicht möglich

Eine Krankenkasse kann eines ihrer pflichtversicherten Mitglieder nicht einfach rauswerfen. Nach zwei Monaten Rückstand bei der Beitragsbezahlung erfolgt allerdings ein Herabsetzen der Leistungen auf einen „Ruhezustand“. Dann werden nur noch akute Beschwerden behandelt oder starke Schmerzen und alles andere übernimmt die Kasse nicht mehr. Diese Unterversorgung geht natürlich kein Pflichtversicherter freiwillig ein. Die meisten der rückständigen Zahler sind Selbstständige, deren Einkommen einfach nicht ausreicht um die Beiträge zur Krankenkasse zu decken. Wer als Selbstständiger mehr als 500.- Euro monatlich an die Krankenkasse überweisen muss, kommt in schlechten Zeiten schnell in Verzug, doch der Ruhezustand der Krankenversicherung lässt sich trotzdem vermeiden. Während solvente Bürger mit der Debitkarte zahlen können, bleibt dem Versicherten ohne Rücklagen nur der Weg zur Krankenkasse selbst.

Die Beitragssenkung kann sparen helfen

Bei Selbstständig tätigen Personen gehen die Kassen von einem Einkommen von 2.000 Euro aus und daraus ergibt sich der höchste Beitragssatz von etwa 580.- Euro. Wer nachweislich weniger verdient, kann Antrag auf eine Beitragssenkung stellen und wenn die Krankenkasse den finanziellen Härtefall anerkennt, kann der monatliche Beitrag auf 200.- Euro gesenkt werden. Das erfolgt allerdings erst nach einer Überprüfung des gesamten Vermögens, wobei die ARGE oder eine andere zuständige Stelle die Vermögensverhältnisse nachprüft. Trotzdem ist dieser Weg besser als die Vogel-Strauß-Taktik, denn die eigene Gesundheit sollte auch in Zeiten von finanziellen Engpässen ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

Dieser Artikel wurde von Felix verfasst

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Dies ist nicht die Webseite des Verband der Angestellten-Krankenkassen. Dieser wurde umbenannt in "Verband der Ersatzkassen" und ist unter vdek.com zu finden.